Bislang ist wenig darüber bekannt, wie die materielle Lebenssituation der SGB II-Leistungsbeziehenden tatsächlich aussieht.Mit Rückgriff auf Befragungsdaten des "Panels Arbeitsmarkt und soziale Sicherung" (PASS) hat das IAB nun erstmals Befunde dazu vorglegt. mehr...
Mit dem Dritten Gesetz zur Änderung des SGB II geht der Streit zwischen Bund und kommunaler Ebene um die Beteiligung an den Kosten der Unterkunft weiter. Die einseitige Orientierung auf Kostenkalküle übersieht das eigentliche Ziel der Grundsicherung und geht damit zu Lasten einer bedarfsgerechten Existenzsicherung. mehr...
Ein Fünftel der erwerbsfähigen Hilfebeziehenden im SGB II ist gleichzeitig erwerbstätig. Die Zahl der gleichzeitig Grundsicherungs-leistungen und Erwerbseinkommen beziehenden Personen nimmt im Zeitverlauf zu. In Ostdeutschland sind mehr als fünf und in West-deutschland knapp zwei Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf Leistungen nach SGB II angewiesen. mehr...
Nach Einführung des SGB II haben ca. 11 % der Arbeitslosenhilfe-empfänger/innen allein aufgrund des Systemwechsels den Anspruch auf Transferleistungen verloren, darunter überproportional viele Frauen und überproportional viele Ostdeutsche. Ca. ein Fünftel der aus dem Leistungsbezug ausgesteuerten AlHi-Bezieher/innen kehrten noch im Jahr 2005 wieder in den Leistungsbezug zurück. mehr...
Welche Erfahrungen machen Betroffene mit der Leistungs-gewährung, der Beratung und der beruflichen Förderung durch die zuständigen Behörden? Wie beurteilen sie den Nutzen von Ein-Euro-Jobs und Trainingsmaßnahmen? Welche Auswirkungen hat Hartz IV auf ihre Lebenslagen und ihre sozialen Beziehungen? 285 ALG-II-Betroffene haben dazu Auskunft gegeben. mehr...
Arbeitsmarktpolitik kann sich ihrer Kernaufgabe - der Unterstützung der Arbeitssuche - nur bei einer modernen Ausgestaltung der Grundsicherung und einer Regulierung der durch Erwerbsarbeit erzielbaren Minimaleinkommen zuwenden.
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Längsschnittanalysen des Hilfebezugs nach SGB II zeigen, dass es eine gewisse Dynamik im Hilfebezug gibt, woran aber nur ein kleinerer Teil der Hilfebeziehenden teil hat. Hinzu kommt, dass die Hilfebedürftigkeit in vielen Fällen nur zeitweilig überwunden wird, die betreffenden Personen folglich nach kurzer Zeit erneut Grundsicherungsleistungen beziehen. mehr...
Die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und Bedarfsgemeinschaften ist seit der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe deutlich angestiegen. Ein Grund dafür dürfte in der Reduzierung der verdeckten Armut durch die Abschaffung der Unterhaltspflicht zwischen Eltern und Kindern liegen, aber auch in einer besseren Informationsverbreitung über die Leistungsansprüche. mehr...
Die Nichtvorlage von Kontoauszügen der letzten Monate und von Vermieterbescheinigungen berechtigt die Behörde nicht, die Grundsicherungsleistungen zu verweigern. Das Hessische Landessozialgericht stellte in seiner Entscheidung vom 22.8.2005 fest, dass die Verwaltung Umfang und Reichweite der Mitwirkungspflichten von Grundsicherungsantragstellern nicht nach Belieben festlegen darf. mehr...
ALG II verstößt nicht gegen das Lohnabstandsgebot. Selbst eine vierköpfige Familie kommt mit einem Nettoarbeitseinkommen von etwas mehr als 1.000 Euro über ALG-II-Niveau. mehr...
Die Anzahl der Hilfebedürftigen, die eine Erwerbstätigkeit ausführen und gleichzeitig Geldleistungen erhalten, ist angestiegen. Dabei handelt es sich aber keineswegs nur um geringfügig Beschäftigte oder Zuverdiener/innen, sondern ebenso um sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. mehr...
Irene Becker und Richard Hauser stellen in ihrer Studie negative Auswirkungen der Hartz-IV-Reform auf die Einkommensverteilung fest. Sie stellen die Frage, wie sinnvoll die derzeitige Leistungsbemessung ist. mehr...